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GO IN Blog stellt 7 Bücher vor, die jeder Gastronom gelesen haben sollte
Gastro-Tipps

7 Buchtipps für Gastronomen und Gastgeber

Sommerzeit, Urlaubszeit, Lesezeit: Unser Autor Jan-Peter Wulf hat sieben Buchtipps für Gastronomen zusammengestellt – von Gastgeber-Biografien über Service-Tipps bis zum Camping-Kochbuch. Los geht es mit einem beinahe schon Klassiker: „Tisch 17 is’n Arsch…

1. „Tisch 17 is‘n Arsch. Geständnisse eines Gastwirts“

Vielleicht waren Sie schon mal im „Alex“ oder in der „Bar Celona“ zu Gast? Der Gründer dieser beiden bekannten Systemgastronomie-Marken ist Irmin Burdekat, und in diesem Buch erzählt er seine gastronomische Geschichte mit viel Witz und zugleich viel Wissenswertem, das man fürs eigene Gastro-Business nutzen kann. Er erklärt, wie man als Raststätten-Restaurantbetreiber die Busse zu sich lockt, wie man mit absichtlichen Tippfehlern in der Speisekarte die Gäste auf ein Gericht aufmerksam macht und wie man jene Stimmung schafft, die sie positiv beeinflusst (und die die Kasse klingeln lässt). Humorvoll berichtet er von persönlichen Disco-Pleiten und in flagranti im Hotelbett erwischten Kollegen. 288 Seiten, erschienen im tpk-Verlag

2. „Kunst der Gastlichkeit. 22 Anregungen aus der deutschen Geschichte und Gegenwart“

Erwin Seitz ist ein „Gastrosoph“ durch und durch – immer lesenswert sind seine Kolumnen in der Fachpresse. Sein Buch nimmt den Leser mit auf eine historische Deutschlandreise: Wie ist die Gastlichkeit in unserem Land entstanden? Wie hat sie sich vom gemeinsamen Sitzen der Germanen am Lagerfeuer bis zum fein gedeckten Tisch der Gegenwart entwickelt? Und worauf kommt es an, wenn man mit Gastlichkeit entzücken will? Der Leser erfährt zudem, dass schon Montaigne gerne aus Frankreich nach Deutschland kam, weil ihm die hiesige Küche besser schmeckte als jene der Adelshöfe. Deutsche sind schlechte Gastgeber? Seitz widerlegt das Klischee in 22 Kapiteln. 250 Seiten, erschienen bei Suhrkamp/Insel

3. „Gefahrenzone. Geschichten aus dem Bauch eines Restaurants“

Sein Schnitzel gilt seit fast 25 Jahren als eines der besten der Stadt, sein Restaurant „Borchardt“ ist nach wie vor der Treff der Schönen, Reichen, Bekannten und solcher, die all dieses gerne wären. Der noch amtierende US-Präsident war schon hier essen, Hollywood-Schauspieler kehren beim Berlin-Aufenthalt gerne ein. Roland Mary schreibt nicht nur über deren Besuche mit teils obskuren und amüsanten Geschehnissen. Sondern auch darüber, wie man nachhaltig erfolgreich ist. Im Kern steht das Team: Es braucht kompetente, freundliche Mitarbeiter mit Charakter, keine „Service-Pinguine“ und Duckmäuser, findet er. Und: ein klares Bekenntnis zur Qualität. Die Geschichte eines waschechten Gastronomen, der sich nach KFZ-Mechanikerlehre, Studienabbrüchen und Hippie-Dasein durchgebissen und hochgearbeitet hat. 320 Seiten, erschienen bei Goldmann

4. „Service mit Erfolg: Kommunikation und mehr für die Gastronomie“

Dieses Buch richtet sich vor allem an Mitarbeiter im Servicebereich der Gastronomie vom Café bis zur Bar. Der Autor Stephan Hinz betreibt die Cocktailbar „Little Link“ in Köln, hat viele Mix-Wettbewerbe gewonnen und berät große und kleine Unternehmen der Branche. Sein Buch hilft, besser im Auftritt und besser im Service zu werden – von der nonverbalen Kommunikation mit dem Gast bis zum cleveren Upselling. Er begegnet dem Leser auf Augenhöhe, indem er ihn duzt: „Du sollst Dich nicht verstellen, sondern Deine persönlichen Stärken voll ausnutzen“, schreibt er und rät dazu, Kapitel für Kapitel live im Betrieb zu trainieren, am besten im Tandem mit einem befreundeten Kollegen. 117 Seiten, erschienen in Kooperation mit dem Fackelträger Verlag

5. „Mensch, verkauf doch! Gewinnbringendes Servicemanagement in der Gastronomie“

Jean-Georges Ploner, Autor des Klassikers „Service That Sells“, und Frank Müller-Meinke, nationaler Verkaufstrainer bei einer großen Erfrischungsgetränke-Marke, adressieren die „kleinen Chefs“ in der Gastronomie – Betriebs- und Restaurantleiter oder Inhaber eines kleinen Restaurants oder Cafés, die ihr Team selbst führen. Sie zeigen auf, wie man Impulse gibt, nachhaltig motiviert und die innere Motivation der Mitarbeiter unterstützt, wie man Standards aufbaut und sie kontrolliert. Wer Mitarbeitern sicheres und angenehmes Arbeiten „am Gast“ ermöglicht, so die Kernaussage, steigert seinen Umsatz und sichert den Erfolg des Unternehmens. Checklisten und Fallbeispiele runden dieses Buch ab. 144 Seiten, Matthaes Verlag

6. „Von Nachtschwärmern und Schnapsdrosseln. Ein Essay über den Beruf des Bartenders“

Ein Bartender ist oft mehr als nur jemand, der Gästen Drinks mixt. Er ist Zuhörer und Psychiater, Animateur und Freund. Thomas Majhen aus Berlin vereint all diese Dinge in seiner Person, wie so viele Bartender es tun. Der Unterschied: Er hat sich viele der Dinge, die Nacht für Nacht geschehen sind, notiert und daraus ein Buch gemacht. „Von Nachtschwärmern und Schnapsdrosseln“ ist ein wunderbarer Essayband voller Anekdoten, Ansichten und Erfahrungswerte aus über 15 Berufsjahren. Auf über 450 Seiten entwickelt Majhen spannende Gästetypologien vom Angeber bis zum Zechpreller und flechtet viele gute Ratschläge ein, wie man den allnächtlichen Wahnsinn zu übersteht – vor und hinter dem Tresen.
452 Seiten, erschienen im Neopubli Verlag

7. „Open Air. Das Festival- & Camping-Kochbuch“

Ein Kochbuch mit in den Urlaub nehmen? Ja, wenn es eines ist, das genau dafür gedacht und gemacht ist! Stevan Paul, Koch, Foodjournalist und Blogger hat über 100 Rezepte zusammengestellt, die sich auch mit wenig Ausstattung, Platz und Zutaten zubereiten lassen – live erprobt im Rahmen einer Europareise zu Festivals und Open Airs. Paul hat jede Menge praktische Tipps für den effektiven Transport auch frischer Produkte parat, erklärt den richtigen Umgang mit Gaskocher und Co. und sein Verlag hat das Buch in robustes Leder eingebunden, sodass sein Besitzer unterwegs keine Macken und groben Abnutzungen fürchten muss. 256 Seiten, Brandstätter Verlag

Der Fachjournalist und Gastro-Blogger Jan-Peter Wulf berichtet regelmäßig an dieser Stelle aus der Gastronomie-Szene. Seine Themen sind Trends, Konzepte, Food und Getränke, die Menschen dahinter, alles, was sich auf dem Markt bewegt und für Gastgeber interessant ist. Jan-Peter Wulf lebt und arbeitet in Berlin.