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Gastro-Tipps

5 gastronomische Hör- und Lesetipps für die Urlaubszeit

Sommerzeit, Urlaubszeit: Für alle, die sich in den Ferien mit einem Buch, Hörbuch oder Podcast mit Branchenbezug inspirieren und unterhalten lassen wollen, hat Gastro-Blogger Jan-Peter Wulf 5 Tipps zusammengestellt.

1. Fucking Gastro: Frontberichte über den täglichen Wahnsinn Gastronomie

Marin Trenk ist Professor für Ethnologie an der Uni Frankfurt und hat ein Buch über globale Esskultur geschrieben. Doch keine Sorge: Statt einer trockenen, wissenschaftlichen Abhandlung erzählt „Döner Hawaii“ faszinierende und spannende Geschichten über die Herkunft von Zutaten und Speisen und ihrer globalen Adaption – von der Kartoffel, die Kolumbus nach Europa brachte über den vermeintlichen Klassiker indischer Restaurants „Chicken Vindaloo“, das eigentlich portugiesische Wurzeln hat, bis zur Pizza, deren globaler Erfolg – wer hätte es gedacht – in Franken begann. Der Leser erfährt auf dieser Reise durch ein halbes Jahrtausend Esskultur, dass Mexico-City eine eigene Döner-Kebap-Adaption und unser heutiges Essen globalisiert, bunt und ein kreativer, wilder Mix ist – ja, es ist ein Spiegel der Menschheit selbst. Am Ende hat diese Feststellung fast eine politische Dimension.
297 Seiten, erschienen bei Klett-Cotta

2. Döner Hawaii: Unser globalisiertes Essen

Marin Trenk ist Professor für Ethnologie an der Uni Frankfurt und hat ein Buch über globale Esskultur geschrieben. Doch keine Sorge: Statt einer trockenen, wissenschaftlichen Abhandlung erzählt „Döner Hawaii“ faszinierende und spannende Geschichten über die Herkunft von Zutaten und Speisen und ihrer globalen Adaption – von der Kartoffel, die Kolumbus nach Europa brachte, über den vermeintlichen Klassiker indischer Restaurants „Chicken Vindaloo“, das eigentlich portugiesische Wurzeln hat, bis zur Pizza, deren globaler Erfolg – wer hätte es gedacht – in Franken begann. Der Leser erfährt auf dieser Reise durch ein halbes Jahrtausend Esskultur, dass Mexico-City eine eigene Döner-Kebap-Adaption und unser heutiges Essen globalisiert, bunt und ein kreativer, wilder Mix ist – ja, es ist ein Spiegel der Menschheit selbst. Am Ende hat diese Feststellung fast eine politische Dimension.
297 Seiten, erschienen bei Klett-Cotta

3. Der beste Rat, den ich je bekam – Lebensrezepte von Spitzenköchen

Frank Arnold hat 63 Spitzenköchen aus dem deutschsprachigen Raum dieselbe Frage gestellt: „Was war der beste Rat, den Sie je erhielten?“ Geantwortet haben ihm unter anderem Thomas Bühner, Sonja Frühsammer, Sebastian Frank, Eckard Witzigmann, Alfons Schuhbeck, Tanja Grandits und Kevin Fehling. Ihre Antworten sind zugleich wertvolle Ratschläge für alle, die in Profiküchen arbeiten, Teams leiten und täglich gastronomische Höchstleistung bringen müssen – von der „Pflege der Neugier“ über den richtigen Umgang mit Gästen und Mitarbeitern bis zur Achtsamkeit gegenüber dem eigenen Körper und Geist. Dazu gibt es von jedem Spitzenkoch einen persönlichen Koch- und Küchentipp sowie eine individuelle Buchempfehlung. Fazit: Jede Menge Tipps von Kollegen für Kollegen.
279 Seiten, erschienen bei Hanser

4. Tisch 17 is’n Arsch (Hörbuch)

Irmin Burdekat ist einer der erfolgreichsten Gastronomen Deutschlands. Er hat Marken wie „Alex“ und „Bar Celona“ groß gemacht. Doch auch Burdekat hat mal ganz klein angefangen, als Page in einem norddeutschen Hotel (wo er seine Kollegen in flagranti im Hotelbett erwischte …). Später leitete er Inselhotels, kämpfte sich mit Autobahnraststätten oder Wirtshäusern durch und ging als Diskothekenbetreiber in Berlin pleite. Dann kam ihm und seinen Mitstreitern die Idee, ein Bistrokonzept zu multiplizieren – geboren war die Systemgastronomie made in Germany. In „Tisch 17 is’n Arsch“ erzählt Burdekat in achteinhalb Stunden – genug Hörbuchstoff für einen langen Urlaub – seine Geschichte. Für den gastronomischen Zuhörer gibt es, eingesponnen in eine unterhaltsame und anekdotenreiche Story, jede Menge Tipps und Tricks von absichtlichen Tippfehlern in der Speisekarte, die für Aufmerksamkeit des Gastes sorgen, bis zu kompletten Gäste-Typographien. Hier spricht jemand, der Menschen kennt und weiß, wie man sie glücklich macht. Übrigens: Das Hörbuch ist die Audio-Version des hier bereits vorgestellten gedruckten Werks, das Burdekat verfasst hat, um seinen Nachfolgern ein Handbuch zu überlassen, das Spaß macht. Das ist wohl einzigartig.
514 Minuten, vom Autor selbst gelesen, verfügbar in diversen Portalen

5. Berlin Food Radio (Podcast)

berlinfoodradioPodcasts werden immer beliebter, und jetzt gibt es einen, der sich ganz mit dem Thema Gastronomie auseinandersetzt: Um die „neue Berliner Küche“ drehen sich die Beiträge des „Berlin Food Radio“. Der Moderator Rob Szymoniak und der Bar-Unternehmer David Wiedemann (u. a. „Reingold“) unterhalten sich mit Protagonisten wie Billy Wagner vom Sternerestaurant „Nobelhart und Schmutzig“, der die „brutal lokale“ Küche im Stile des Kopenhagener „Noma“ etabliert hat, „Vabrique“-Betreiber Benjamin „Fetzo“ Müller (Foto), Kristof Mulack (Gewinner der TV-Show „The Taste“ und Pop-up-Gastronom) oder Heinz „Cookie“ Gindullis, der die vegetarische Küche in der Stadt schick gemacht hat. Bislang erschienen: Sieben Gespräche mit interessanten, visionären Persönlichkeiten der Hauptstadt-Gastroszene, und eine zweite Staffel ist bereits in Arbeit, bei der unter anderem der Betreiber des legendären „Mustafa’s Gemüse Kebap“ zu Wort kommt. Kostenlos erhältlich auf Soundcloud, iTunes und Deezer.
Mehr Informationen: www.berlinfoodradio.de

Der Fachjournalist und Gastro-Blogger Jan-Peter Wulf berichtet regelmäßig an dieser Stelle aus der Gastronomie-Szene. Seine Themen sind Trends, Konzepte, Food und Getränke, die Menschen dahinter, alles, was sich auf dem Markt bewegt und für Gastgeber interessant ist. Jan-Peter Wulf lebt und arbeitet in Berlin.