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Gastro-Tipps

Nachhaltigkeit in der Bar – Ausprobieren lohnt sich!

Beim Wort „Bar“ denkt man zunächst sicher nicht an Nachhaltigkeit, sondern vielmehr an ungezwungene Atmosphäre und Entspannung bei einem guten Drink. Jedoch zeigt sich seit einigen Jahren, dass viele Barbetreiber den Nutzen einer ökologischen Verantwortung erkannt haben, welche zum einen natürlich moralisch als auch in vielen Punkten wirtschaftlich eine gute Sache ist.
Viele Leute denken, dass der Einsatz von Bio-Produkten und ähnlichem mit hohen Kosten verbunden ist. Langfristig gesehen kann man jedoch durchaus Geld sparen. Angefangen beim Einsatz von energieeffizienten Leuchtmitteln bis hin zum Verwenden von regionalen und vor allem saisonalen Zutaten, lassen sich hier leicht Einsparungen erzielen. Gestaltet man sein Menü passend zu den Jahreszeiten, vermeidet man lange Transportwege und bietet seinen Gästen eine höhere Qualität. Erdbeeren im Dezember schmecken einfach anderes als im Frühsommer und sind ohnehin doppelt so teuer. Auch sind Bio-Produkte oder Obst und Gemüse der Saison meist deutlich intensiver im Geschmack und daher günstiger Massenware deutlich überlegen.

Auch die Schalen nutzen

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Dörrobst und Stroh statt Plastik

Auch das effiziente Nutzen von Früchten und vor allem die Haltbarmachung stellen einen weiteren großen Pluspunkt für die Nachhaltigkeit dar. Verwenden Sie frische Säfte? Dann schälen Sie vorher doch gleich die Zitrusfrüchte und haben gleich schöne Zesten zur Garnitur. Selbst aus den ausgepressten Zitronen/ Limetten kann man einen hausgemachten Cordial oder Sirup machen und somit die Frucht optimal bis zum Ende nutzen (mehr zum Thema hausgemachte Zutaten in einem kommenden Beitrag). Auch das Anschaffen eines Dörr-Automaten lohnt sich rasch, denn statt überreife oder geschälte Früchte vorschnell in den Mülleimer wandern zu lassen, legt man sie über Nacht in den Dörr-Ofen und hat eine Cocktailgarnitur, die lange haltbar ist.

Stroh statt Plastik

Gerade das Thema Plastiktrinkhalme ist ein Punkt, an dem viele Bars umdenken sollten. Mittlerweile gibt es sogar Online-Zusammenschlüsse gegen das nahezu nicht zersetzbare Röhrchen aus Plastik. Hierfür gibt es Alternativen aus echtem Stroh oder auch Papiertrinkhalme, die allerdings preislich über denen aus Kunststoff liegen. Sollte man deshalb ins Zweifeln kommen, sind wiederverwendbare Trinkhalme aus Metall eine Alternative – oder man verzichtet ganz auf den Einsatz.

Müllreduktion spart Kosten

Untersetzer aus Papier kann man beispielsweise durch Steinfiesen ersetzen, die WCs können mit recyceltem WC-Papier bestückt werden. Das Pflanzen von eigenen Kräutern und – falls möglich – Gemüse und Obst, kann ebenfalls Kosten reduzieren. Das ist jedoch immer von der Größe des Lokals abhängig. Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, um seine Bar nachhaltig zu positionieren. Gerade die Müllreduktion spart Kosten und viele Betreiber ziehen sogar einen positiven Werbeeffekt  daraus.

Aus welcher Motivation heraus man erwägt, ökologischer zu arbeiten, muss jeder für sich selbst entscheiden. Klar ist jedoch: Die Umwelt wird es uns danken!

Im GO IN-Blog gibt Bar-Profi Michael Ehrenwirth vom „Enfant Terrible“ in Landsberg am Lech regelmäßig Mix- und Rezept-Tipps und spricht über Trends und spannende Themen rund um das Thema Cocktail und Bar. Der IHK-geprüfte Barmixer holte im September beim internationalen Barkeeper-Wettbewerb „Linie The Journey“ in Olso Bronze.