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Gastro-Tipps

7 praktische Apps für Gastro-Unternehmer

Prozesse mit dem Smartphone steuern: Für immer mehr Unternehmer wird das zum Alltag. Auch für Gastro-Unternehmer gibt es Apps, die Arbeitsabläufe vereinfachen. Gastro-Blogger Jan-Peter Wulf stellt 7 „digitale Helferlein“ vor, die allesamt für iOS und Android verfügbar sind.

1. Pocket: Texte und Videos später anschauen

Wie oft kommt es vor, dass man einen spannenden Fachartikel im Internet findet (zum Beispiel hier auf dem Blog), aber gerade keine Zeit hat, ihn zu lesen. Oder ein Video, das man sich später in Ruhe anschauen will. Dafür gibt es Pocket: Mit dieser Bookmark-App lassen sich Beiträge sehr schnell und einfach für später abspeichern – ist Zeit und Muße zum Lesen vorhanden, ruft man einfach die App auf und sucht den entsprechenden Beitrag raus. Durch Vergabe von Tags (wie „Design“, „Rezepte“ oder „Getränke“) behält der Nutzer den Überblick. Auch das Teilen von abgespeicherten Beiträgen – zum Beispiel mit dem Team – ist möglich. Übrigens: Mit dem app-eigenen Lesemodus werden auch nervige Banner und Pop-ups „rausgefischt“.

2. Grünzeit: Was hat gerade Saison?

Wer regional, saisonal und klimafreundlich kochen möchte, braucht entweder ein gutes Gedächtnis oder bedient sich eines Saisonkalenders. Den gibt es immer schon in analoger Form und mittlerweile auch als App von verschiedenen Anbietern. „Grünzeit“ zeigt seinen Nutzern an, wann heimische Ware wie Erdbeeren, Kopfsalat oder Spargel Saison hat und wann sie eher aus dem gekühlten Lager bzw. dem Gewächshaus kommt – oder wann das entsprechende Lebensmittel importiert werden muss. Grün, Gelb, Rot: Ampelfarben weisen auf die aktuelle Klimabelastung durch entsprechenden Energieverbrauch hin.

3. Too Good To Go: Reste verwerten statt wegwerfen

Man kann noch so genau kalkulieren und durch effektiven Wareneinsatz Kosten ohne Qualitätsverlust einsparen https://blog.goin.de/2017/03/7-tipps-zum-kostensparen-ohne-qualitaetsverlust/: Am Ende eines Betriebstages bleiben doch oft Speisen übrig, die meist in der Tonne landen. Mit „Too Good To Go“ können Gastronomen, Café-Betreiber und Lebensmittel-Geschäfte das, was am Ende übrig bleibt, preisreduziert verkaufen: Sie stellen Food-Pakete zu einem günstigen Preis zusammen. Nutzer der App können direkt über diese ein solches Paket kaufen, bezahlen und holen es innerhalb eines bestimmten Zeitfensters ab. In Deutschland sind schon rund 2.400 Betriebe dabei.

4. Slack: auf Wiedersehen, E-Mail-Chaos

Sich innerhalb eines Betriebs noch E-Mails zu schreiben, ist ziemlich altbacken und vor allem nicht besonders übersichtlich. Wir alle kennen die „Re: Fwd: Re: Re:“-Ketten, die interner Mailverkehr produziert. Zeitgemäßer ist der webbasierte Instant-Messaging-Dienst Slack, den es sowohl für den Desktop als auch als Smartphone-App gibt: Mitglieder einer Slack-Gruppe (z.B. „Restaurant Sonnenschein“) können sich individuelle Nachrichten schicken oder dieses gruppenweise tun – so sieht dann z.B. jedes Mitglied der „Küchenteam“-Gruppe, wenn es etwas Neues in diesem Kanal gibt. In Slack lassen sich auch andere digitale Tools wie Google Drive, Dropbox oder Trello (Projektmanagement) integrieren.

5. Evernote: das digitale Ablagesystem

Wo ist die Notiz geblieben? Hatte ich nicht ein Foto von der toll angerichteten Speise bei den Kollegen gemacht? Und die Rezension über uns, die ich aus der Zeitung rausgerissen habe, wo liegt die jetzt? Die beste Antwort darauf lautet: im „Evernote“-Ordner. Diese App digitalisiert, speichert und sammelt Schriftstücke, Grafiken, Quittungen und mehr – wie bei „Pocket“ helfen auch hier Tags sowie Ordner, später alles wiederzufinden. Besonders praktisch ist die Texterkennung: Sie erfasst Inhalte aus gescannten oder fotografierten Schriftstücken. Auch hier lassen sich natürlich alle Sammlungen mit anderen Nutzern – zum Beispiel Mitarbeitern – teilen.

6. Flowtify: Hygiene-Checks leicht gemacht

Dies ist die einzige kostenpflichtige App, die wir hier vorstellen. Weil sie einen ganz besonderen Service für die Gastronomie zu bieten hat: Sie macht das so wichtige wie komplexe und zeitintensive Thema Hygiene-Management einfacher. Statt die Eigenkontrollen nach HACCP-Konzept auf Papier vorzunehmen, finden sie mit „Flowtify“ auf dem Smartphone statt. Die Checklisten und To-do-Funktionen der digitalen Lösung machen die Kontrollen und Checks für alle Mitarbeiter einfacher und erhöhen somit die Sicherheit. Bei Bedarf geben Mitarbeiter eine Signatur, eine Temperatur oder ein Foto als Nachweis ein. Darüber hinaus kann die App auch für andere Checklisten und Standardprozesse im Betrieb genutzt werden. Eine alternative, ähnliche App-Lösung ist „Check de Cuisine“.

7. Gronda: die Gastro-Community auf dem Smartphone

Ein soziales Netzwerk nur für die Branche – das gibt es mit Gronda. Die App bringt News aus der Gastro-Szene, Trends, Unterhaltsames und Wissenswertes aufs mobile Endgerät. Köche können mit Stories, wie man sie von Instagram kennt, ihre Küchen-Skills und Kreationen präsentieren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich über ein umfangreiches Job-Profil darzustellen und spannende Angebote zu erhalten, mit denen sich die eigene Karriere vorantreiben lässt.

Der Fachjournalist und Gastro-Blogger Jan-Peter Wulf berichtet regelmäßig an dieser Stelle aus der Gastronomie-Szene. Seine Themen sind Trends, Konzepte, Food und Getränke, die Menschen dahinter, alles, was sich auf dem Markt bewegt und für Gastgeber interessant ist. Jan-Peter Wulf lebt und arbeitet in Berlin.

Foto: Igor Miske/unsplash