Das Magazin für Gastronomie und Hotellerie voller Ideen und Inspirationen zu den Themen Möbel, Design, F&B, Konzepte für ambitionierte Gastgeber
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Design

Look No. 10: Cowork

Gastronomie gestalten heißt mehr, als Möbel in einen Raum zu stellen und diesen passend dazu mit Accessoires zu dekorieren. Einrichtungen transportieren ein Konzept, sprechen eine oder mehrere Zielgruppen an, erzählen Geschichten und wecken im besten Fall Emotionen. GO IN hat basierend auf seinem umfangreichen Sortiment an Profimöbeln eine Reihe stimmiger Looks kreiert. Nummer 10: Cowork

Zusammen ist man weniger allein. Das gilt zunehmend auch für die Arbeitswelt, die sich durch Freelance-Konzepte und Digitalisierung im Umbruch befindet. Teilen ist angesagt – ganz gleich, ob es Kleidung, Autos oder aber den Raum zum Arbeiten betrifft. Coworking ist ein Trend mit großem Potenzial, denn es passt zum Community-Gedanken und erzeugt verschiedenen Studien zufolge außerdem mehr Impulse als der ganz normale Büroalltag. So gibt es mittlerweile Agenturen, die sich darauf spezialisiert haben, Büros und Arbeitsstationen temporär zu vermieten: ob einen Schreibtisch pressebild-fuer-blog-beitrag-look_10_cowork_workingspacefür einen Tag, einen Meetingraum für eine Woche oder ein Sechs-Mann-Büro für einen längeren Zeitraum … alles ist möglich.

Arbeiten in angenehmer und kreativer Atmosphäre

Auch Hotels und Cafés haben den Trend erkannt, bieten Coworking-Spaces zum Arbeiten in angenehmer, kreativer Atmosphäre und reichern das Konzept durch Vorträge, Veranstaltungen und After Work-Events an. Bei der Einrichtung verbindet sich der Anspruch an Wohnlichkeit und Design mit der Anforderung an Funktionalität und Ergonomie. Sprich: Es soll nicht aussehen wie in einem Büro, aber es sollen dennoch optimale Voraussetzungen für ungestörtes und effizientes Arbeiten herrschen. Neben der technischen Ausstattung kommt es auf die richtige Möblierung an. Angesagt ist ein Mix aus klassischen Seminarmöbeln, Café- und Restaurantmöbeln sowie bequemen Polster- und Lounge-Möbeln.

Gleichgesinnte kennenlernen – Netzwerke knüpfen 

Lockeres Flair herrscht im Hotel Schani in Wien, in dem ein Coworking-Konzept umgesetzt wurde. Dabei beruft sich das Schani auf die Wiener Kaffeehaus-Tradition. Früher trafen sich die Künstler in Cafés der Hauptstadt zum inspirierten Arbeiten und Diskutieren, heute sind es Berufs-Nomaden, die dem Motto „Let’s work together“ frönen. In die als Ort der Begegnung konzipierte Lobby sind 20 professionell eingerichteten Arbeitsplätze – genannt „Your Space“ – integriert, die gegen Gebühr gebucht werden können. Das Schani kommentiert auf seiner Website das Konzept so: „Start-ups und Selbständige mieten kein ganzes Büro, sondern einzelne Arbeitsplätze inklusive kreativer Umgebung.“ Und weiter: Wichtig ist die Community, die aus dieser Arbeitsgemeinschaft entsteht, ein Netzwerk, wo sich Gleichgesinnte kennenlernen und beruflich unterstützen können.“

Vorhang auf! Büros mit „homiger“ Note

Das SI Centrum hat in der Lobby des Hotels SI Suites das Coworking Café 101 integriert, das „den perfekten Arbeitsplatz auf Zeit“ bietet. Versprochen werden den Usern technische Funktionalität und eine produktive Atmosphäre; betont wird die „perfekte Work-Live-Balance“ des Angebotes.  Die Ruby Hotels haben sogar eine eigene Marke für die Zielgruppe der Coworker entwickelt: RubyWorks mit Standorten in München und Hamburg. In der Community Area  herrscht ein bunter Mix aus Sofas, Sesseln, Stühlen, Tischen und Beistelltischen. Bücherwände, Holzböden, Teppiche und Vorhänge sorgen für die „homige“ Note, die auch den Ruby Hotels eigen ist. Die abgeteilten Büro- und Meetingräume – Accomplish Spaces genannt – sind ebenfalls wohnlicher als ein herkömmliches Office gestaltet. „Wir finden, das ideale Büro ist gar nicht wie ein Büro“, heißt es bei RubyWorks. „Es fühlt sich mehr an wie ein zweites Zuhause.“

Kirsten Posautz