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Gestaltungstipps

Ab nach draußen! So wird der Außenbereich zur Visitenkarte

Ganz gleich ob Terrasse oder Gastgarten oder Straßencafé – wer seinen Außenbereich vom „Must have“ zur Visitenkarte der Location machen möchte, sollte bei der Planung und beim Kauf der passenden Einrichtung einiges beachten.   

„Die Inneneinrichtung war eh schon so teuer, dann sparen wir halt auf der Terrasse.“ Das wäre der falsche Ansatz. Der Außenbereich sollte sich in Stil und Qualität der Möblierung an der Inneneinrichtung orientieren, um ein durchgängiges Erlebnis für die Gäste zu erzeugen. pressebild-fuer-blog-banner-beitrag-planung-outdoor-bereiche-uebergang-innenbereich-außenbereichWichtig dafür ist ein erkennbares Konzept, das eine optische Brücke von drinnen nach draußen schlägt. Unter freiem Himmel darf es aber auch ruhig etwas farbenfroher zugehen. Sind die Möbel in klassischen und daher zeitlosen Farbtönen gehalten, lassen sich durch Sitzauflagen, Kissen, Decken und andere dekorative Accessoires Akzente setzen.

Auf Qualität achten

Gerade draußen spielt die Qualität der Produkte eine wichtige Rolle. Outdoor-Möbel sollten nicht nur funktional (z.B. stapelbare Stühle, seitenstapelbare Tische), sondern auch wetterfest und UV-beständig sein. Deshalb wird das Mobiliar für den professionellen Einsatz aus Materialien hergestellt, die über Jahre hinweg Wind und Wetter trotzen. Dazu gehören pulverbeschichtetes Aluminium, feuerverzinkter Stahl, Edelstahl, glasfaserverstärktes Polyethylen und Mesh-Gewebe bei Stühlen, hochverdichteter Schichtstoff (HPL) bei Tischplatten oder auch das Hybridmaterial Resysta in Holzoptik. Denn der Natur-Pur-Trend geht auch an Outdoor-Möbeln nicht vorbei – durch täuschend echte Nachbildungen von Geflecht, Seil, Rattan, Holz und ähnlichen Materialien. Im Trend liegt momentan „Rope“, ein rundes PVC-Geflecht. Durch den Materialmix – einem Schlauch aus technischem Polyestergewebe mit einem Schaumkern von komfortabler Stauchhärte – entsteht ein angenehm warmes und softes Sitzgefühl. Zudem trocknet das Material nach einem Regenschauer vergleichsweise schnell.

Sitzplätze klug kalkulieren 

Bei der Planung des Außenbereichs gilt es, die zur Verfügung stehende Fläche richtig einzuschätzen, seine Klientel zu kennen und die dazu passenden Möbel zu pressebild-fuer-blog-banner-beitrag-planung-outdoor-bereiche-strassencafekaufen. Wie viele Sitzplätze sollen es werden? Steht im Lokal das Speisen im Vordergrund oder kommen auch Kunden, die „nur“ ihren Cocktail genießen und daher Lounge-Atmosphäre mit lässigen Sitzgelegenheiten bevorzugen? Mit der richtigen Möbelauswahl werden alle Zielgruppen gut bedient. Lounge-Sessel und -Sofas machen den Außenbereich zur Chill-Area, benötigen aber viel Fläche im Verhältnis zur Anzahl der Sitzplätze. Ist das Raumangebot begrenzt, sollte man sich lieber für kleinere Einheiten entscheiden. Optisch von Vorteil ist ein Mix verschiedener Sitzhöhen – etwa Hochtische, Tisch-Stuhl-Kombinationen und Lounge-Möbel.

Die gewünschte Verweildauer der Kunden ist ein weiterer Faktor, den es zu berücksichtigen gilt. Längliche Hochtische mit Sitzhockern werden gern von Gästen genutzt, die schnell etwas konsumieren möchten (Tasse Kaffee, Soft- oder Longdrink etc). Größere, eckige Tische bieten ausreichend Platz für Teller und Gläser und eigenen sich deshalb zum gepflegten Dinieren. Sie können außerdem bei Bedarf zu einer längeren Tafel für Gruppen zusammengeschoben werden. Kleine, runde Tische sind für Straßencafés die richtige Wahl, wenn vorwiegend Getränke und Snacks angeboten werden. Haben sie einen Kippmechanismus, lassen sie sich abends platzsparend zur Seite räumen. Tisch-Bank-Kombinationen sind praktisch, aber auch statisch, und bleiben deshalb besser am Platz.

pressebild-fuer-blog-banner-beitrag-planung-outdoor-bereiche-innenstadt-banksystemServicewege einplanen

Apropos Platz: Natürlich muss ein Außenbereich wirtschaftlich sein – wenn Tische und Stühle allerdings zu eng gestellt werden, fühlen sich die Gäste von den Tischnachbarn bedrängt. Die Servicewege sind bei der Planung ebenfalls zu berücksichtigen. Hauptwege sollten auch in Cafés 120 cm nicht unterschreiten; ideal sind 150 cm Breite. Nebenwege sind dann gut bemessen, wenn sie eine Breite von etwa einem Meter aufweisen. Zwischen Stühlen sind Gehbereiche von mindestens 45 cm, bei hohen Hecken oder an Wänden mindestens 75 cm Breite vorzusehen. Bei größeren Terrassen oder Straßencafés empfiehlt es sich, Servicestützpunkte festzulegen ­– die Faustregel lautet hier: pro 40 Sitzplätze einen Stützpunkt vorsehen.

Auf Details achten

Möbel spielen die Hauptrolle bei der Einrichtung einer Freiluftgastronomie. Aber auch Details, wie zum Beispiel die Beleuchtung, sollten bei der Planung nicht vergessen werden. So wird die Aufmerksamkeit abends auf den Außenbereich gelenkt und Laufkundschaft angelockt. Pflanzen – auf dem Tisch oder als grüne Unterteilung zwischen den Tischen oder Bereichen – und eine ansprechende Tischdeko sind draußen wie drinnen das „Tüpfelchen auf dem i“. Diebstahlsicherungen, Schutzhüllen für Sonnenschirme und Stühle sowie nachrüstbare Nivellierungshilfen – gegen das Kippeln von Tischen und Stühlen auf unebenen Flächen – gehören ebenfalls auf die Einkaufsliste.

Die Saison aupressebild-fuer-blog-banner-beitrag-planung-outdoor-bereiche-decke-stuhlsdehnen

Der Sommer ist gefühlt immer zu kurz. Aber mit dem richtigen Zubehör wird die Freiluft-Saison zunehmend ins Frühjahr und den Herbst hinein ausgedehnt. Stabile Schirme, Markisen, Heizstrahler, Windschutzwände und Decken machen es möglich, dass sich die Gäste auch an einem kühleren Tag noch auf der Terrasse wohlfühlen. Umso mehr rentiert sich die Investition in hochwertiges Mobiliar und Zubehör. Im Winter sollten Gastronomen nicht die komplette Außenmöblierung wegräumen, sondern beispielsweise die erste Reihe stehen lassen. Echte Frischluftfans setzen sich selbst im Herbst dick eingepackt für eine Tasse Kaffee nach draußen. Und auch der Optik kommt es zugute, denn eine komplett leere Terrasse wirkt verwaist und wenig ansprechend.

Kirsten Posautz