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Pressebild GO IN Buchtipp Auf die Hand
Gastro-Tipps

Einfach lecker! 5 kulinarische Buchtipps

Wir befinden uns in einer besonderen Zeit: Die Gastronomien sind zurzeit geschlossen bzw. dürfen nur außer Haus verkaufen, gleichzeitig entdecken viele Menschen das Kochen aufs Neue für sich. Gastro-Blogger Jan-Peter Wulf hat fünf Buchtipps.

1. „Auf die Hand“ von Stevan Paul

Das Buch des Hamburger Foodjournalisten und Kochs Stevan Paul erschien 2014, mitten im Streetfood-Boom. Es ist ein umfangreiches Rezeptbuch für alles, was zurzeit in Form von to-go-Speisen, Lieferungen oder auch für zu Hause wieder besonders in den Fokus rückt: Sandwiches und Burger, Imbisse und kreative Abendbrote, dazu jede Menge Add-on-Tipps für leckere Saucen, Salate, Pommes und Eingelegtes. Brandstätter Verlag 2014, 272 Seiten, 34,90 Euro.

2. „Zero Waste Küche“ von Sophia Hoffmann

In Zeiten wie diesen begeben sich viele Menschen in der privaten wie in der Profi-Küche auf die Suche – nämlich nach Lebensmitteln tief hinten oder unten im Schrank, die verwertet werden können. Zum Beispiel alles, was mit Linsen zu tun hat. Und wie sieht es mit effektiver – und leckerer – Resteverwertung aus? Anhand von 40 Lebensmitteln stellt die Köchin Sophia Hoffmann vor, wie sich aus diesen spannende Zero-Waste-Gerichte machen lassen – von Petersilienstängeln, die sonst oft in der Tonne landen, bis zu altbackenem Brot, aus denen schmackhafte Brotlinge werden. Inklusive praktischer Tipps für ideale Lagerung und bedarfsgerechteren Einkauf. ZS Verlag 2019, 248 Seiten, 24,99 Euro.

3. „Unser kulinarisches Erbe“ von Manuela Rehn und Jörg Reuter

Schon mal von Böfflamot gehört? Oder von Ingreisch? Oder Funzelsuppe? Es sind alte regionale Gerichte, die heute praktisch in Vergessenheit geraten sind. Für das Buchprojekt „Unser kulinarisches Erbe“ reiste das Autorenteam 2019 zusammen mit Profiköchen in Altenheime im ganzen Land und ließ sich von den Seniorinnen und Senioren von Rezepten aus alten – mitunter schweren, einfache Küche fordernden – Zeiten berichten. Gemeinsam wurden diese neu gekocht, aufgefrischt und in ein Kochbuch überführt, das schon das zweite dieses Projekts ist. Das erste heißt „Wir haben einfach gekocht“ und ist von 2015. Becker Joest Volk 2019, 320 Seiten, 29,95 Euro.

4. „Zungenbekenntnisse“ von Klaus Dürrschmid

Kein klassisches Kochbuch, sondern vielmehr eine praktische Einführung und Reise in die Welt der Sensorik: Warum mögen wir bestimmte Lebensmittel, andere hingegen gar nicht? Wieso schmeckt uns ein bestimmter Wein im Urlaub so gut, aber die mitgebrachte Flasche zu Hause dann gar nicht mehr so? Warum verbinden wir mit sensorischen Empfindungen – Geschmack, Geruch – Erinnerungen, zum Beispiel an die Kindheit? Wer sich jetzt fortbilden will, wie sehr Leib und Seele über die Kulinarik zusammenhängen und wie sich daraus „Sehnsuchts-Speisen“ kreieren lassen, der ist mit diesem Buch gut beraten. Brandstätter Verlag 2020, 240 Seiten, 22 Euro.

5. „Hausbar“ von Thomas Henry

Thomas Henry ist kein Autor, sondern ein der Name eines Berliner Getränkeunternehmens. Dessen 2018 erschienenes Cocktailbuch ist vor allem für Hobbymixer gedacht, die zu Hause leckere Drinks kreieren wollen – und solange Bars geschlossen sind, hat dieses Thema wohl oder übel Hochkonjunktur. Neben vielen Rezepten für Cocktails und Longdrinks mit und ohne Prozente gibt es eine umfangreiche Warenkunde für Spirituosen und weitere Zutaten wie Kräutern und Gewürzen, praktische Tipps für die Zubereitung (auch mit gängigen Haushaltsutensilien statt typischen Barwerkzeugen) sowie Sonder-Rezepten für Sirups und Cordials. Riva 2018, 208 Seiten, 19,99 Euro.

Der Fachjournalist und Gastro-Blogger Jan-Peter Wulf berichtet regelmäßig an dieser Stelle aus der Gastronomie-Szene. Seine Themen sind Trends, Konzepte, Food und Getränke, die Menschen dahinter, alles, was sich auf dem Markt bewegt und für Gastgeber interessant ist. Jan-Peter Wulf lebt und arbeitet in Berlin.