Das Magazin für Gastronomie und Hotellerie voller Ideen und Inspirationen zu den Themen Möbel, Design, F&B, Konzepte für ambitionierte Gastgeber
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Gastro-Tipps

5 Webtalk-Formate für die Gastronomie

Im Zuge der Corona-Krise sind gleich mehrere Reihen von Webtalks mit Gastronomen, Hoteliers, Herstellern, Erzeugern und Experten entstanden. Von neuen Geschäftsmodellen über Finanzierung bis zu mehr Wertschätzung für Lebensmittel: Die meisten Talk-Themen sind auch nach dem Shutdown noch sehr informativ und aktuell. Aus den online verfügbaren Videos lässt sich ein individueller Fortbildungskurs basteln. Gastro-Blogger Jan-Peter Wulf verrät, wo man die spannenden Webtalk-Clips findet.

Fizzz Live Talk

Im digitalen Live-Talk der Fizzz, dem Fachmagazin für die moderne und trendorientierte Gastronomie in Deutschland, sprechen die Redakteure mit Gastronominnen und Gastronomen über eine Vielzahl von aktuellen Branchenthemen: Von Tipps für die Wiedereröffnung über Perspektiven für Bars und Clubs bis zu Gewinnmaximierung in Corona-Zeiten. Wer live dabei sein will, kann sich für die kommenden Talks online auf der Webseite kostenlos anmelden. Die Videos der vergangenen, rund halbstündigen Talks gibt es in dieser Youtube-Playlist.

Comfort Food Talk

Die digitale Talkreihe „Comfort Food“ ist eine Initiative von „Die Gemeinschaft“, einem Zusammenschluss regional und nachhaltig arbeitender Gastronomen und Erzeuger, in Zusammenarbeit mit dem Food-Magazin B-EAT. Mitglieder des Netzwerks sprechen mit der Moderation im Eins-zu-Eins-Talk über Themen wie den Zusammenhalt in der Krise, Anpassungsstrategien und den Umgang mit der „neuen Realität“ sowie den Wert von handwerklich erzeugten Lebensmitteln. Die Talks finden auf Deutsch oder Englisch statt. Live kann man sie auf Instagram verfolgen, die Liste bisheriger Gespräche gibt es hier.

Corona Crisis Talks

Der „Feminist Food Club“ ist ein Zusammenschluss von Cis- und Trans-Frauen sowie Menschen mit nichtbinärer Geschlechtsidentität der Berliner Food- und Gastronomieszene – ein „safe space“ in einer nach wie vor männlich dominierten Branche. Im Shutdown wurden die „Corona Crisis Talks“ gelauncht: Gastgeberin Mary Scherpe unterhält sich mit ihren Gesprächspartnerinnen und -partnern über eine Vielzahl von Themen. Wie setze ich einen Lieferservice auf? Wie mache ich mein Business widerstandsfähiger? Was ist das „neue Normal“? Wie sieht die Zukunft der Gastronomie aus? Auch um Themen wie Diversity und Rassismus drehen sich die meist englischsprachigen, zum Teil auch in Deutsch geführten Talks. Sehr schöner Service: Neben den Videos gibt es für die meisten Gespräche auch eine schriftliche Zusammenfassung.

Terroir Talks

Terroir“ kommt aus Kanada und zählt zu den renommiertesten Food-Symposien. Die Events finden mittlerweile in vielen Ländern statt. Wegen Corona hat sich die Kommunikation in diesem Jahr komplett ins Digitale verlagert. Was es wiederum viel mehr Menschen möglich macht, die spannenden Themen anzuschauen. Initiatorin und Gastgeberin Arlene Stein spricht mit internationalen Branchengrößen wie René Redzepi vom „Noma“ aus Kopenhagen ebenso wie mit lokalen Gastronomen aus Singapur, Neufundland und Berlin. Die Gespräche finden auf Englisch statt. Die Youtube-Playlist gibt es hier.

Rolling Pin Gastro-Live-Chat

„Wir sind gekommen um zu bleiben“ lautet das Motto des Videotalks der Fachzeitschrift Rolling Pin. Gastgeberin Katharina Raue spricht mit Restaurant- und Barbetreibern, Lebensmittelproduzenten, Beratern und anderen Akteuren der Branche über Speisekartenoptimierung, die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen, Finanzhilfen, neue Geschäftsmodelle und Nachhaltigkeit in Corona-Zeiten – um nur einige der Themen zu nennen. Eine Anmeldung für die Talks ist hier möglich, nach Beendigung der Talks werden die Videos dort verlinkt (Facebook-Videos).

Der Fachjournalist und Gastro-Blogger Jan-Peter Wulf berichtet regelmäßig an dieser Stelle aus der Gastronomie-Szene. Seine Themen sind Trends, Konzepte, Food und Getränke, die Menschen dahinter, alles, was sich auf dem Markt bewegt und für Gastgeber interessant ist. Jan-Peter Wulf lebt und arbeitet in Berlin.