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Gastro-Tipps

Trendfood Hybridgebäck: 5 Produktideen für Bäckereien, Cafés und Co.

Öfter mal was Neues: Mit Hybridgebäck, ungewöhnlichen Kombinationen aus zwei klassischen Gebäck-Sorten, erzeugen Bäckereien, Cafés und andere Betriebe Aufmerksamkeit, sorgen für Abwechslung im Sortiment – und generieren Umsätze.

1. Cronut

Der Cronut ist fast schon so etwas wie der Klassiker unter den Hybridgebäcken. Nicht nur das Wort ist ein Mix aus Donut und Croissant, sondern auch das Produkt selbst: Die Form entspricht einem klassischen Donut, ein kreisrunder Kringel mit großem Loch in der Mitte, doch statt des typischen, fluffigen Donut-Teigs kommt hier Croissant- bzw. Blätterteig zum Einsatz. Der Teig wird oft mit cremiger Füllung versehen und anschließend frittiert. Erfinder des Cronuts ist der französische Pâtissier Dominique Ansel. Als er 2013 begann, das Gebäck in seinem Geschäft in New York zu verkaufen, warteten Kunden oft stundenlang in der Schlange. Der Cronut begann seinen weltweiten Siegeszug und der Trend brachte verschiedene weitere Hybridgebäcke hervor, siehe nächste Punkte.

2. Cragel

Der Cragel hingegen kombiniert Croissant und Bagel. Dafür muss man erst einmal wissen: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Donut und Bagel? Die beiden Gebäckarten sehen sich mit ihrer runden Form und dem markanten Loch in der Mitte sehr ähnlich. Doch im Gegensatz zum Donut werden Bagel zunächst in heißem Wasser gekocht und anschließend gebacken, nicht frittiert. Durch das Liegen auf dem Blech sind sie zudem abgeflacht. Beim Cragel kommt wieder ein Croissant- bzw. Blätterteig zum Einsatz und wird in die typische runde Form gebracht. Noch einen Unterschied zwischen Donut und Bagel gibt es: Letztere werden gerne halbiert und mit Frischkäse sowie herzhaften Aufstrichen oder Belägen serviert, das geht beim Cragel natürlich auch.

3. Cruffin

Man kann es sich wohl schon denken: Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Croissant und Muffin. Von außen hat das Gebäck oft die typische Muffin-Form – zylindrisch mit Kuppel –, manchmal sieht es aber auch einem Turban ähnlich. Auch hier wird ein Blätterteig verwendet, der in eine Muffinform kommt und anschließend nicht frittiert, sondern im Ofen gebacken wird. Zusätzlich können Cruffins mit süßen Füllungen „gepimpt“ oder natürlich auch mit diversen Toppings garniert werden.

4. Spluffin

Dieses Hybridgebäck setzt sich aus dem Muffin und einem Klassiker Berliner Backkultur, dem Splitterbrötchen, zusammen. Das Kennzeichen des Splitterbrötchens ist seine von Furchen durchzogene, splittrige Kruste, die durch Beschichtung des fertigen Teigs mit Butter entsteht. Beim Spluffin wird das Ganze in die markante Muffin-Form gebracht. Innen ist das Gebäck fluffig-weich, außen knusprig. Und gefüllt wird es nicht nur mit süßen Zutaten, sondern auch mit herzhaften von mediterranem Gemüse bis zu Blauschimmelkäse. So jedenfalls machen es die Erfinder vom gleichnamigen Geschäft in Berlin.

5. Brookies

Den Mookies sieht man ihre Hybridität von außen nicht sofort an. Sie sehen aus wie klassische, weiche Brownies, aber sie bringen eine schöne Knackigkeit mit ins Genuss-Spiel, indem Brownie- und Cookie-Teig separat zubereitet werden. Sie finden erst vor dem Backen im Ofen zueinander, indem der ausgerollte Keksteig auf den Brownieteig aufgelegt wird. Das Ergebnis ist innen saftig und außen crisp, Schokolade im Teig und als Topping, aber auch Beeren oder andere typische Brownie-Füllungen bieten sich zur Verfeinerung an.

Der Fachjournalist und Gastro-Blogger Jan-Peter Wulf berichtet regelmäßig an dieser Stelle aus der Gastronomie-Szene. Seine Themen sind Trends, Konzepte, Food und Getränke, die Menschen dahinter, alles, was sich auf dem Markt bewegt und für Gastgeber interessant ist. Jan-Peter Wulf lebt und arbeitet in Berlin.